Die H-Jolie verspricht vielseitiges Segelvergnügen

Die H-Jolle ist ein Rundspant und die älteste noch aktive Konstruktionsklasse. Sie misst 6,20 Meter in der Länge, 2,15 Meter üA in der Breite und besitzt ein Minimalgewicht von 190 Kilogramm. Die Segelfläche, die sich aus Großsegel und dem Vorsegel zusammensetzt, beträgt am Wind bis zu circa 23 Quadratmetern, plus Spinnaker bis 36 Quadratmeter. Die Konstruktionsklasse hat sich, wie alle Klassen, im Laufe der Zeit stetig weiterentwickelt. In den 1950er Jahren war die H-Jolle deutschlandweit die stärkste Klasse. Als besonders verbreitet gilt sie in Norddeutschland. Die moderne Variante des Bootes kann in verschiedenen Ausführungen in Erscheinung treten: Einerseits ist sie als Sportboot anzutreffen, das mit der innovativster Technik, einem Carbonmast und Baum ausgestattet ist. Die neuesten Modelle sind sogar schneller als der FD (Flying Dutchman). Andererseits werden H-Jollen auch als Freizeit- und Wanderboote eingesetzt. Unterschieden werden sie nach Baujahr wie folgt: Bis 1965 wurden Vollholzjollen mit Holzrigg gebaut, 1966 bis 1970 ebenfalls Vollholzjollen mit Aluminiumrigg, 1970 bis 1981 stieg man auf Kunststoffjollen um, ab 1981 wurden formverleimte Boote und Boote mit GFK-Rumpf konstruiert.